Erstellt: Montag, 22. Juni 2015 09:43

Saisonrückblick 2014/2015 SV Wendisch Evern I

Dorf

Ohne Geld entspannt alle Ziele erreicht:
Platz 12 | 12 S | 5 R | 15 N | 73:73 Tore

Unser Trainer Frank Kathmann im Interview mit unserem Medienpartner luenesport :

Manchmal kommt einem der SV Wendisch Evern wie ein kleines gallisches Dorf vor! Während andere Klubs viel Geld in die Hand nehmen, um in der Bezirksliga zu spielen, bezahlt man beim SVW mit Limo, Bratwurst und Teamgeist – und das funktioniert auch! Vor allem hat das Team um Trainer Frank Kathmann frühzeitig die Liga gehalten, was manchen Favoriten nicht gelang. Kathmann weiß aber auch, es muss weiter hart gearbeitet werden, damit

der Bezirksliga-Ball auch in Zukunft rollen kann. Wir sprachen mit dem Coach.

Frank, dein Fazit der Saison?
Saisonziel Klassenerhalt geschafft – und das mit einem klaren Abstand.

War die erreichte Platzierung das Höchste der Gefühle?
Es hätten schon noch der eine oder andere Punkte mehr sein können auf dem Konto, aber wir dürfen nicht vergessen, das in Wendisch nur Burschen kicken für lau und einfach Bock auf unseren kleinen Verein haben. Das da mal die Luft schneller raus ist oder einer nicht mehr jede Trainingseinheit 100 Prozent gibt als in den Klubs, wo es Geld gibt, das muss man nachsehen.

Was war die schwerste Aufgabe der Verantwortlichen, die zu bewältigen war?
Die Jungs immer bei der Laune zu halten, auch wenn man nicht mehr absteigen kann und zwischen den Spielen 3 Wochen frei hat, um nicht die Spannung zu verlieren. Und unsere schweren Verletzungen zu kompensieren. Sascha Post, Marvin Schulz, Rico Ronno und Nils Franke sind nur vier Spieler die mehr als 6 Monate gefehlt haben.

Welches Spiel wirst du immer in bester Erinnerung haben?
Die Nebelschlacht gegen Ilmenau (3:1) und unser Heimspiel (4:2) gegen Küsten! Da haben wir mal richtig was rausgeflattert!

Und welche Partie möchtest du am liebsten streichen?
Das Rückspiel in Dannenberg , nicht nur, weil dass wir verloren haben und nur mit 11 Mann am Start waren, sondern wie wir dort von Verantwortlichen beschimpft und missachtet wurden – das war schon grenzwertig. Nur weil angeblich ein Dannenberger Spieler von einem Wendisch-Anhänger beleidigt wurde im Hinspiel. Es ging sogar soweit, dass der Bratmaxe an der Bude sagte, dass man uns keine Wurst verkaufe. Gastfreundschaft wird dort eben GROSS geschrieben. Aber das hat ja nun auch ein Ende, ich wünsche Dannenberg in der Landesliga alles Gute.

Wie schwer ist es für den Verein, bei der harten Konkurrenz, langfristig oben im Bezirk spielen zu sehen?

Fast unmöglich! Wenn man sieht, was für Geld in Mannschaften investiert wird, dann können wir uns nur jedes Jahr neu auf die Fahne schreiben: Klassenerhalt. Aber wir werden keinen Spieler auch nur einen Cent zahlen – und da sind wir auch stolz drauf.

Welche Spieler haben deiner Meinung nach den größten Schritt gemacht?
Maxi Boelter! Von der 1. Kreisklasse in Bezirk und gleich Stammspieler, klasse Leistung!

Was hättest du an den Rahmenbedingungen am liebsten geändert?
Ach Gott, das ist doch alles Pillepalle, Fußball ist geil so wie er ist. Jeder kann eine wenig feilen an den Rahmenbedingungen, aber am Ende muss jeder für 90 Minuten abgehen wie ein Zäpfchen, da interessieren auch die Rahmenbedingungen nicht mehr.

Welche Spieler werden den Verein verlassen?
Sascha Post und Tom Heuser! Macht es gut. Und Steffen Spaller wir kürzer treten und unser zweite Unterstützen. S auch Philip Abels, aber sie bleiben uns ja erhalten.

Gibt es schon Neuzugänge zu vermelden?
Fabian Kujat, Valentin Motschalow (beide Lüneburger SV), Rüdiger Neumann (TSV Mechtersen Vögelsen), Tim Loferski (MTV Treubund, reaktiviert), Pauli Boelter (VfL A-Jugend), Mikko Schwan (TSV Stelle). Wir freuen uns wie Bolle, das ihr eruch und anschließt und unterstützt. Seit herzlich willkommen in Wendisch Evern.

Was gibt es noch zu sagen?
Der ganze Verein ist in Gedanken bei Heinzi Schumacher und dem TuS Neetze. Mach es gut, Heinzi! Ich danke allen Leuten von Wendisch Evern (Schelle, Mütze, Bratmaxe mit Moped, Claus, Stadionsprecher, Präsi, Röhre usw.) für eure gnadenlos geile Unterstützung. Und natürlich meinen Jungs und Tino Kutsche. Und natürlich auch vielen Dank das an das luenesport-Team - und auf die nächsten 10 Jahre.

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